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Am Sonntag, 4. September 2016 fand im KKL Luzern die zweite Preisverleihung des Fritz-Gerber-Awards statt. Ausgezeichnet wurden die Violinistin Agata Nowak, der Fagottist Miguel Ángel Pérez Domingo und der Posaunist Alexandre Mastrangelo.

Gemeinsam mit der Lucerne Festival Academy hat unsere Stiftung den nach unserem Gründer genannten Fritz-Gerber-Award geschaffen. Diesen Award vergab eine hochkarätige Jury erstmals 2015 im Rahmen des renommierten Lucerne Festivals an drei junge, hochbegabte Schweizer Musikerinnen und Musiker für ihre Leistungen im Bereich der klassischen, zeitgenössischen Musik.

Der Fritz Gerber-Award ist mit jährlich 60 000 Schweizer Franken dotiert und setzt sich pro ausgezeichneter Person aus einem Preisgeld von 10 000 Franken und aus einem Stipendium für die Teilnahme an der Lucerne Festival Academy von ebenfalls 10 000 Franken zusammen. Wie schon bisher unterstützt unsere Stiftung zudem die Academy für ihre wertvolle Aktivität mit einem jährlichen Beitrag.

Die Lucerne Festival Academy wurde 2004 von Pierre Boulez und dem Intendanten Michael Haefliger ins Leben gerufen. Seither studieren an der Akademie Sommer für Sommer junge Musikerinnen und Musiker aus aller Welt zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne. Seit Sommer 2016 leitet Wolfgang Rihm die Akademie als Künstlerischer Leiter. Unterstützt wird er dabei von Principal Conductor Matthias Pintscher.

Fritz Gerber, der vor 18 Jahren unsere Stiftung gegründet hat, ist dem Lucerne Festival und seinem Leiter Michael Haefliger eng verbunden – wir freuen uns, dass diese Verbundenheit auch durch diesen Award zum Ausdruck kommt.

 

Begrüssung
Michael Haefliger, Intendant LUCERNE FESTIVAL

Grusswort
Urs Lauffer, Präsident der Fritz-Gerber-Stiftung für begabte junge Menschen

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KONZERT DER PREISTRÄGER/INNEN

Alexandre Mastrangelo, Posaune
Enrique Crespo (*1941)
Improvisation N°1 für Posaune solo (1983)

Agata Nowak, Violine
Grazyna Bacewicz (1909-1969)
Sonate Nr. 2  für Violine solo (1958)

Miguel Ángel Pérez Domingo, Fagott
Heinz Holliger (*1939)
aus: Drei Stücke für Fagott solo (2001/02)
I. Methewmatics
II. Mar(t)(d)er aller Arten

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Preisübergabe
durch Dr. Fritz Gerber

Die Preisträger des Fritz-Gerber-Award 2016 sind:

AGATA NOWAK, Violine
Geboren 1992 in Krakau, begann Agata Nowak als Siebenjährige ihre Geigenausbildung. Nach dem Bachelorstudium an der Chopin-Musikuniversität in Warschau bei Jan Stanienda, das sie 2014 mit Auszeichnung abschloss, wechselte sie für den Master an die Haute École de Musique nach Lausanne zu Francesco De Angelis. Ergänzend besuchte sie zahlreiche Meisterkurse und sammelte Erfahrungen u. a. im Verbier Festival Orchestra. Agata Nowak ist Mitglied des Young Eurasian Soloists Chamber Orchestra, trat als Solistin bereits in mehreren europäischen Ländern und in Kanada auf, wurde u. a. mit ersten Preisen beim Concorso Internazionale di Esecuzione Musicale in Treviso (2014) und bei Music Festival & Masterclass in Piła (2013/14) ausgezeichnet und erhielt Stipendien der polnischen Kinderstiftung, der Starak Foundation und von Sapere Auso. Derzeit ist sie Botschafterin der myway-Stiftung.



MIGUEL ÁNGEL PÉREZ DOMINGO, Fagott
Miguel Ángel Pérez Domingo, geboren 1985 in Valencia, besuchte zunächst das Conservatorio Superior de Música in Aragón und macht momentan seinen Master an der Musikhochschule in Basel bei Sergio Azzolini. Weitere Studien führten ihn u. a. zu Gustavo Núñez, Higinio Arrue und Pascal Gallois. Auch wirkte er in zahlreichen Jugendorchestern mit und nahm an Kursen der Peter Eötvös Foundation, des Ensemble Diagonal sowie 2014 bei ManiFeste teil. Seit 2013 ist Miguel Ángel Pérez Domingo Solofagottist des Neuen Orchesters Basel, darüber hinaus regelmässiger Gast beim Orquesta de Valencia, bei der basel sinfonietta und beim Collegium Novum Zurich. Er konnte bereits mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Peter Eötvös, Zubin Mehta, Jonathan Nott oder Sir Simon Rattle zusammenarbeiten, wurde 2014 mit dem Eromea Trio bei der Orpheus Chamber Music Competition ausgezeichnet und war 2015 Stipendiat der Fondation Nicati-de-Luze.



ALEXANDRE MASTRANGELO, Posaune
Alexandre Mastrangelo, Jahrgang 1989, absolvierte sein Bachelorstudium an der Haute École de Musique seiner Heimatstadt Genf bei Jacques Mauger und wechselte dann für den Master an die Berner Hochschule der Künste zu Ian Bousfield, wo er 2015 das Diplom erhielt. Er absolvierte Praktika beim Sinfonie Orchester Biel Solothurn (2010/11), beim Berner Symphonieorchester (2012/13) und beim Sinfonieorchester Basel (2013/14), nahm 2013 erstmals an der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY teil und sammelte weitere Erfahrungen im Schweizer Jugendorchester (2013–15), in der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals (2014/15) und im Verbier Festival Orchestra (2016). Alexandre Mastrangelo, der auch den Brückenschlag zu Salsa, Ska und Jazz nicht scheut, ist Mitbegründer des Swiss Slide Quartet. Überdies ist er als Komponist tätig und nimmt Unterricht bei Xavier Dayer in Bern.


FOTOALBUM – Preisverleihung des Fritz-Gerber-Awards 2016

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Fritz-Gerber-Stiftung für begabte junge Menschen
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