Die Gewinner*innen des Fritz-Gerber-Awards 2026

Am Sonntag, 30. August 2026 fand im KKL Luzern die zwölfte Preisverleihung des Fritz-Gerber-Awards statt. Wir gratulieren den drei Preisträger*innen Bárbara Ribeiro (Perkussion), Pietro Elia Barcellona (Kontrabass) und Benjamin Frueh (Violine).

Bárbara Ribeiro

Perkussion

Die portugiesische Schlagzeugerin Bárbara Ribeiro wurde 2003 in Porto geboren. Ihren Bachelor machte sie an der Zürcher Hochschule der Künste, wo sie bei Klaus Schwärzler, Raphael Christen und Benjamin Forster studierte. Derzeit absolviert sie dort den Master in Musikpädagogik mit Nebenfach zeitgenössische Musik, den sie voraussichtlich 2026 abschliessen wird. Schwerpunktmässig widmet sie sich zeitgenössischer und improvisierter Musik, als Solistin wie auch im kammermusikalischen Bereich. Bárbara Ribeiro gastierte bei Festivals wie Taktlos in Zürich, den Darmstädter Ferienkursen oder Murten Classics, trat als Solistin in der Zürcher Tonhalle auf und arbeitete mit Ensembles wie dem Collegium Novum Zürich zusammen. Zudem ist sie Mitglied des Trios zIKzAk. Bárbara Ribeiro wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter 2025 mit dem Kiefer Hablitzel | Göhner Musikpreis, 2024 mit dem Ersten Preis beim Wettbewerb für Interpretation zeitgenössischer Musik der Zürcher Hochschule der Künste (Kategorie «solo») sowie 2022 mit dem Zweiten Preis bei der Marimba Competition der Italy Percussive Arts Society.

Pietro Elia Barcellona

Kontrabass

Der italienische Kontrabassist und Komponist Pietro Elia Barcellona, geboren 1997, bewegt sich im Spannungsfeld von Komposition und Improvisation. Nach seinem Bachelorstudium am Amsterdamer Konservatorium wechselte er 2022 für den Master in Musikperformance mit Schwerpunkt zeitgenössische Musik an die Hochschule für Musik Basel, dem er ebendort einen Master in Open Creation folgen liess. Ausserdem promoviert er an der Siena Jazz – Accademia Nazionale del Jazz, der Accademia Musicale Chigiana und dem Conservatorio di Ferrara über Improvisation in der zeitgenössischen Musik. Er hat mit Komponisten wie Beat Furrer oder Helmut Lachenmann zusammengearbeitet, gastierte bei Festivals wie ManiFeste in Paris, Tzlil Meudcan in Tel Aviv oder der Gaudeamus Muziekweek in Utrecht und trat mit dem Asko|Schönberg Ensemble, dem Collegium Novum Zürich, dem Ensemble Aventure, dem Meredith Monk & Vocal Ensemble und dem Scordatura Ensemble auf. 2025 wurde er bei den Darmstädter Ferienkursen mit dem Kranichsteiner Musikpreis ausgezeichnet, ausserdem beim Nicati-Wettbewerb und beim John Cage Award in Halberstadt.

Benjamin Frueh

Violine

Der 2005 geborene amerikanisch-schweizerische Geiger Benjamin Frueh stammt aus Columbia, Missouri. Er studiert am Lawrence Conservatory of Music in Appleton, Wisconsin, wo er bei Samantha George seinen Musik-Bachelor mit Schwerpunkt Violine absolviert. Orchestererfahrung sammelte er im National Youth Orchestra of the United States of America, mit dem er in der New Yorker Carnegie Hall auftrat und eine Europatournee unternahm. Seine besondere Leidenschaft gilt der Kammermusik und der zeitgenössischen Musik. So arbeitet er eng mit seinem Bruder, dem Pianisten Kai Frueh, zusammen. Gemeinsam konzertieren sie in den USA und in der Schweiz und haben eine EP mit eigens für sie komponierten Werken aufgenommen. Er trat mit der Geigerin Salley Koo im Rahmen ihres Dari Project auf. Mit der Klarinettistin Isabelle Olsen und dem Pianisten Isaac Epley spielt er derzeit ein Album mit Klarinettentrios ein, darunter ein Auftragswerk von Zachary Good. 2024 war Benjamin Frueh Co-Gewinner der Lawrence Symphony Orchestra Concerto Competition, ausserdem Finalist beim Kammermusikwettbewerb der US-amerikanischen Music Teachers National Association 2025/26.
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